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Thema 2: Fair kooperieren

Fairness bedeutet, alle Menschen würdevoll zu behandeln und ihnen eine gleichwertige Chance zu geben. Fair zu handeln heißt, Entscheidungen und Bewertungen zu treffen, ohne sich dabei von individuellen Gefühlen oder Vorlieben beeinflussen zu lassen. Fairness bedeutet nicht zwingend, dass alle gleich behandelt werden, sondern es geht darum, mit den vorhandenen Unterschieden fair umzugehen.

Einordnung des Themenblocks

Im Themenblock „Fair kooperieren“ bauen die Kinder soziale Kompetenzen auf, die sie – ausgehend von ihrem gestärkten Selbstwertgefühl – dabei unterstützen, sich selbst fair zu verhalten und darauf hinzuweisen, wenn sie eine Situation oder bestimmtes Verhalten als unfair erleben. Das trägt dazu bei, dass sie Konflikte besprechen und lösen können, bevor sie hochkochen oder eskalieren. Da sich Fairness besonders in Kooperationsmomenten und Gemeinschaftsaktivitäten erfahren und leben lässt, liegt der Fokus dieses Themenblocks auf der Stärkung der Kooperationsfähigkeit.

Unterthema 1: Fairness fühlen

Die Kinder wissen bereits, dass Fairness ein Bedürfnis ist, dessen Nicht-Erfüllung starke Gefühle auslösen kann (siehe Übungskatalog III). Von diesem grundsätzlichen Wissen ausgehend, lernen sie zunächst ihre eigenen Gefühle genauer kennen, die sie bekommen, wenn andere oder sie selbst sich unfair verhalten bzw. wenn sie eine Situation als unfair erleben. Dazu gehört auch, die Ausprägungen dieser Gefühle zu beobachten: Habe ich dasselbe Unfair-Gefühl, wenn ich mich selbst unfair verhalte und wenn sich andere unfair verhalten? Die eigenen Unfair-Gefühle zu kennen, ist eine wichtige Grundlage dafür, in solchen Situationen eingreifen und diese Gefühle zeitnah, und bevor sie Überhand nehmen, thematisieren zu können.

Wie schaffen wir das?

Durch spielerische Bewegungsübungen, bei denen die Kinder verschiedenen unfairen Situationen ausgesetzt werden (z. B. Bevor-/Benachteiligung), in denen sie ihre verschiedenen Unfair-Gefühle unmittelbar erleben können.

Unterthema 2: Wir bleiben fair!

Die Kinder lernen den Fairness-Joker als Möglichkeit kennen, eine unfaire Situation niedrigschwellig zu kennzeichnen und besprechbar zu machen. Anschließend üben sie während der Kooperationsübungen, wertschätzend und fair miteinander zu kooperieren, sodass sich alle mit ihren Stärken einbringen können. Der Fairness-Joker wird von den Kindern zunehmend eigenständig genutzt und die Kinder entwickeln eigene Strategien, die sie anwenden können, damit alles fair bleibt – auch in herausfordernden Gruppenkonstellationen.

Wie schaffen wir das?

Durch spielerische Bewegungsübungen, bei denen die Kinder in wechselnden Gruppenzusammensetzungen und -größen gemeinsam kooperieren müssen, um ihr Ziel zu erreichen.

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